Die Sonne geht über der Savanne auf. In der Ferne bewegt sich eine Elefantenherde durch das hohe Gras, während ein Geländewagen langsam über die staubige Piste rollt. Für viele ist Afrika ein Ort für unvergessliche Reisen. Für uns wurde es zu etwas anderem: zu einer Verantwortung.
Die Geschichte von WildDocs beginnt nicht mit einer Organisation, sondern mit einem Menschen.
Dr. Uwe Schönfeld, Tierarzt aus Deutschland, reiste über viele Jahre immer wieder nach Afrika – nach Botwana, Südafrika, Ruanda, Uganda und Tansania. Was als Faszination für Landschaften und Wildtiere begann, wurde schnell zu etwas Tieferem. Uwe behandelte Tiere, unterstützte lokale Teams und gewann Einblicke in eine Realität, die Touristen oft verborgen bleibt.
Es waren nicht nur die Tiere, die ihn prägten. Es waren die Menschen.
In Tansania traf er auf engagierte Partner wie Andrea Idrissa Mbwambo, Ranger in den Nationalparks, und Dr. Robert Fyumagwa von der Wildlife Conservation Initiative (WCI) in Arusha. Aus Zusammenarbeit wurde Vertrauen. Aus Vertrauen entstand Freundschaft. Und aus dieser Freundschaft eine gemeinsame Vision.
„Healing Wildlife, Saving Species“
Schließlich wurde daraus das Projekt WildDocs – ein deutsch-tansanisches Gemeinschaftsprojekt unter dem Dach der Wildlife Conservation Initiative. Ziel ist es, die tiermedizinische Versorgung von Wildtieren in Tansania nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig ihren Lebensraum zu schützen.
Doch warum ist diese Hilfe so dringend?
Viele Wildtiere leiden nicht an natürlichen Ursachen, sondern an den Folgen menschlichen Handelns. Drahtfallen, Konflikte zwischen Mensch und Tier oder fehlende medizinische Versorgung führen immer wieder zu Verletzungen – oft mit tödlichem Ausgang. Gleichzeitig fehlt es in vielen Regionen an Ausrüstung, Medikamenten und Infrastruktur, um schnell helfen zu können.
Was das konkret bedeutet, zeigt ein Einsatz, der uns besonders getroffen hat.
Vor wenigen Tagen wurde ein Löwenbaby von seiner Mutter verstoßen. Ein Team machte sich auf den Weg, um das Tier zu retten. Doch es fehlte an etwas, das in Europa selbstverständlich ist: Geld für Treibstoff. Die Fahrt verzögerte sich. Als Hilfe schließlich eintraf, war es zu spät. Das Jungtier war bereits verstorben.
Diese Geschichte steht stellvertretend für viele andere. Sie zeigt, dass Hilfe oft möglich wäre – wenn die Mittel vorhanden sind.
Genau hier setzt WildDocs an.
Gemeinsam mit lokalen Partnern und in enger Zusammenarbeit mit den Nationalparks in Tansania arbeiten wir daran, verletzte Tiere zu versorgen, medizinische Ausstattung bereitzustellen und langfristige Strukturen für den Schutz der Wildtiere aufzubauen. Spenden aus Europa werden direkt in Form von Medikamenten, Ausrüstung und konkreter Unterstützung vor Ort eingesetzt.
Jede Hilfe zählt. Denn manchmal entscheidet sie über Leben und Tod.
Und manchmal entscheidet sie darüber, ob ein Tier überhaupt eine Chance bekommt.

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